AKTIV. POLITISCH. SOZIAL: Ist der „Ottersberger Weg“ der richtige?
Gabriele Könnecke
Die Seitenränder der Wirtschaftswege, die sogenannten Blühstreifen, waren früher ein Rückzugs- Nahrungs- und Aufzuchtbereich für viele Tiere, vor allem Insektenarten. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft verschwanden diese mehr und mehr. Die Landwirte, die diese Flächen zum Teil zu ihrem Nutzen bewirtschaften, wollten nun mit dem Anlegen und Pflegen von Blühstreifen etwas für die Natur und den Ausgleich für angeeignetes Land zurückgeben. Leider mit geringem und kaum nachvollziehbaren Erfolg. Daher hat die SPD einen Antrag zur Prüfung dieses „Ottersberger Weges“ gestellt.
Im Ausschuss für Klimaschutz, Umweltschutz und Landschaftspflege wurde am 23.04.2025 mehrheitlich beschlossen, den „Ottersberger Weg“ fortzuführen. In diesem Zusammenhang wurde eine regelmäßige Überprüfung der umgesetzten Maßnahmen zugesichert.
Die bisher vorliegenden Rückmeldungen zu den angelegten Blühflächen waren jedoch unvollständig und nur eingeschränkt überprüfbar. Insbesondere fehlten eindeutige Flächenzuordnungen sowie konsistente Angaben zu Umfang und Pflege der Maßnahmen.
Die Fortführung des Projekts sollte daher auf eine belastbare Datengrundlage gestellt werden. Ziel ist es, sowohl die tatsächliche Umsetzung als auch die ökologische Wirkung der Maßnahmen nachvollziehbar bewerten zu können und darauf aufbauend eine fachlich fundierte Weiterentwicklung sicherzustellen.