Ergebnisse der Kommunalwahl in Ottersberg

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Ganz zufrieden waren die SPD-Genossen am Wahlabend mit dem Ergebnis der Kommunalwahl in Ottersberg nicht. Aufgrund der rührigen Arbeit der letzten Jahre sowohl von Seiten der Fraktion als auch des Parteivorstands hatte man sich einen Mandatszuwachs erhofft. Aber immerhin lag man über dem Landesdurchschnitt, wo es leichte Verluste gegenüber der letzten Wahl gegeben hatte – ebenso übrigens wie bei der örtlichen CDU.

Zwar sind noch nicht alle Ergebnisse aufgearbeitet worden, aber als gesichert kann gelten, dass die örtliche Kandidatur der Partei "Die Linke" mit ihrem Sitzgewinn einen größeren Erfolg der SPD verhindert hat.
 
Allerdings wurde deren Ratssitz nur aufgrund des für kleine Parteien günstigen Zuteilungsverfahren nach Hare-Niemeyer erreicht, wie die unten veröffentliche Vergleichsrechnung mit dem D’Hondt-Höchstzahlverfahren zeigt. Zudem sind die überdurchschnittlichen Gewinne der Grünen auch eher auf Kosten der SPD und nicht der CDU gegangen. Diese wiederum müsste vom Niedergang der FDP profitiert haben, was ihre Verluste in Grenzen gehalten haben dürfte.

Enttäuscht muss auch die neue Partei FGBO sein. Von ursprünglich gemeinsamen fünf Sitzen in der vorherigen Wahlperiode ist sie auf drei zusammengeschmolzen. Widerfährt ihr womöglich das gleiche Schicksal wie vorher vielen ähnlichen Protestparteien in anderen Orten, die in absehbarer Zeit wieder ganz von der Bildfläche verschwunden sind?

Interessant wird die Gruppenbildung nach der Wahl. Im Gemeinderat hat die CDU mit ihren gehaltenen 11 Sitzen schon lange keine Mehrheit mehr. Die läge nämlich bei 15 Sitzen. Und in den letzten Jahren gab es oft Niederlagen bei den Abstimmungen. Die von Helmut Prossner als „Haushaltsmehrheit“ bezeichneten Fraktionen aus SPD, Grünen, FBO und GLO brachten damals schon 16 Mandate zusammen, jetzt wären es mit dem der Partei „Die Linke“ sogar 17.

Ebenso spannend werden die Ortsbürgermeisterwahlen in Ottersberg, Fischerhude und Otterstedt. In keinem der genannten Orte hat die CDU eine eigene Mehrheit. Man darf gespannt sein, ob es den übrigen Parteien gelingt, hier ihre Stärke in einen eigenen Personalvorschlag umzumünzen.

Manfred Kallendorf (13.09.11)
 

Datailergebnisse der Kommunalwahl 2011 in Ottersberg

Sitzzuteilung im Rat nach Hare-Niemeyer und nach d'Hondt (Vergleich)

Verfügbare Downloads Format Größe
Berechnung der Sitzverteilung nach Hare-Niemeyer und nach d'Hondt PDF 70 KB
 

 

1 Kommentar zu Ergebnisse der Kommunalwahl in Ottersberg

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rotbuntes ottersberg

am um 23:01 Uhr

 

Ich finde das Wahlergebnis ungerecht und bin von den Ottersberger Wählerinnen und Wählern enttäuscht. Nur SPD und FGBO haben einen Wahlkampf hingelegt, der diesen Namen auch verdient und nicht nur in den zwei Monaten vor dem Wahltermin den Dialog mit den Bürgern gesucht. Wie kann man in seiner Wahlentscheidung so blind sein und diesen unverbindlichen grauen Herren der CDU oder den in Ottersberg enorm passiven Grünen seine Stimme geben? Bleibt zu hoffen, dass SPD, Grüne und FGBO jetzt im Rat ihre Eitelkeiten zurückstellen und konstruktiv ihre Mehrheit nutzen, indem sie soziale und umweltpolitische Maßnahmen umsetzen und den Irrflug der Ottersberger SChulpolitik korrigieren.


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